Nachhaltigkeitspreis 2011
Umweltmanagement am Wittelsbacher-Gymnasium München: Bestandsaufnahme und Lösungsansätze
Tatjana LINSENMEIER (1.Preis)
In der neuen Debatte um die richtige Energiepolitik – Abschied von der Atomkraft und Hinwendung zu alternativen sowie erneuerbaren Energien – werden Einsparpotenziale zwar immer beschworen, viel zu selten jedoch konkretisiert. Genau solche Möglichkeiten untersuchte Tatjana Linsenmeier in ihrer Facharbeit für ihr Gymnasium und kam dabei zu leicht umsetzbaren und effektiven Ergebnissen. Besonderen Nachdruck legt sie auf nachhaltiges pädagogisches Einwirken auf die gesamte Schulgemeinschaft, speziell im Hinblick auf Verantwortlichkeit und Werte-Erziehung ihrer (und künftiger) Mitschüler/innen..
Doppelidentität einer Stadt - München: Isar-Athen und Hauptstadt der Bewegung
Bettina DORNER (2.Preis)
„München leuchtet“, stellte Thomas Mann zu Beginn des vorigen Jahrhunderts fest. Die extremen Gegensätze, die unsere Stadt ab der wittelsbachischen Neoklassik einerseits und unter der Nazi-Herrschaft geprägt haben, schildert Bettina Dorner plastisch (und bemerkenswert vollständig!) in einer hochinteressanten Facharbeit. Diese gipfelt in dem bemerkenswerten Schluss einer „Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der Geschichte“ gerade Münchens und verleiht ihrer Arbeit einen Wert durchaus auf Augenhöhe mit den allgemeinen Nachhaltigkeitszielen.
Die Renaturierung der Isar im Stadtgebiet München
Raphael Luxner (3.Preis)
Die Landeshauptstadt wird um vieles beneidet; an vorderster Stelle steht dabei die Wiederherstellung ihrer mannigfaltigen Flusslandschaften. Raphael Luxners äußerst inhalts- und abwechslungsreiche Untersuchung arbeitet die Liste der betreffenden Nachhaltigkeitsziele förmlich ab, und so wird bei ihm die Isar-Renaturierung zum kurzgefassten Lehr- und Lernstück für künftige naturverträgliche Um- und Rückbauten in anderen Städten. Unbedingt erwähnenswert: die Anschaulichkeit der Darstellung und die zahlreichen Illustrationen.
Wandelbares Kleidungsstück
Julia Schlichtig (3.Preis)
Ein Untertitel könnte Julia Schlichtigs Überlegungen ergänzen: ‚Wider die Wegwerf-Gewohnheiten’. Denn sie wollte "…ein Kleid entwerfen und es durch verschiedene Accessoires und zusätzliche Kleidung verändern. Dabei sollten Accessoires und Kleidung aus Müll und Resten bestehen“ – bis hin zur Kaugummiverpackung übrigens! Was dabei ästhetisch Anspruchsvolles herausgekommen ist, schildert und zeigt sie in ihrer vorzüglichen Facharbeit. Die nämlich ist voll von Originalität, von Sach- wie Materialkenntniskenntnis und von Kunstsinnigkeit in Sachen Mode.


